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HAZET 100 Werkzeugschränke & Blitzzange

HAZET 100 Werkzeugschrank Geschichte

Bereits 1933 gab es einen ersten Werkzeugschrank "Hazet 805" in blau & gelb mit 54 Automobil-Werkzeugen. Nach dem Krieg 1949 gab es sie nicht mehr. Ab 1950er nahm HAZET auch wieder Werkzeugschränke in sein Programm auf. Es gab den großen "100" mit seinen Varianten und den kleineren "110". Daneben auch noch eine große Werkbank mit Schrankaufsatz "130". Um 1985 wurden sie drastisch vereinfacht und stärker individualisierbar durch einfache Rolladenschränke mit Lochrasterplatten.

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HAZET 100 - Großer Werkzeugschrank

(historisch 1950-1979) [100]

Diesen 1150 mm hohen, 700 mm breiten und 280 mm tiefen Werkzeugschrank gab es mit 140 Werkzeugen. Die Version "101" hatte noch 3 Werkzeuge mehr: Radnabenabzieher, Handbohrmaschine und Ölspritzkännchen.

Aufschriften sind oben an der Frontseite "CHROM", "HAZET"-Logo und "VANADIUM".

Der Werkzeugschrank ist hellblau lackiert auch innen und unten - nur die Rückwand ist grau.

Den großen Werkzeugschrank gab es ab 1950. Frühe Versionen waren innen dunkelblau, spätere einheitlich hellblau. Gegenüber dem kleinen "110" unterscheidbarer, da nur der große Schubfächer innen hatte. Der Große hatte außen die Edelstahlleiste zwischen den Türen und an jeder Tür einen vernickelten Griff. Es gab auch noch die noch größere Werkbank mit Aufsatz "200" bzw. ab 1954 dann umsortiert als "130". Um 1985 folgten dann einfachere Versionen des Werkzeugschranks mit Jalousie statt Türen. Diese Version ist um 1972 - nach 1969, da die Schubladen keine vernickelten Griffe mehr haben, und vor 1979, wie man an der linken Tür unten an der geänderten Position der Schraubendreher erkennt.

Bei der Wandmontage ist neben dem erheblichen Gewicht (leer 40 kg, mit 143 Werkzeugen 87 kg) auch zu Bedenken, dass nur wenn die Türflügel beide vollständig 180° geöffnet sind, sich die Schubladen herausziehen lassen - es Bedarf also auch seitlich genug Platz. Die Schubladen lassen sich nicht komplett herausziehen - sie sind durch gebogene Metalllaschen in den Führungen gesperrt.

Noch fehlt auf den Photos nach dem Lackieren oben der CHROM VANADIUM Schriftzug und das schon überarbeitete Schloss.

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HAZET 140-9 - Blitzzange

(historisch 1894-1938) [-]

Diese verstellbare 9" bzw. 225 mm große Rohrzange ist schwarz lackiert (eingebrannt) und war in unterschiedlichen Größen für Rohre von 1 Zoll (25 mm) bis 4,5 Zoll (110 mm) im Sortiment mit Bestellnummer nach ihrer Länge in Zoll von 140-6 (150 mm) bis 140-22 (550 mm). Das Mittelteil (der "Haken") war geschmiedet, das Aussenteil (die "Hülse") ist aus dickem Blech. Sie waren schwarz lackiert. Ab 1908 wurde sie neu konstruiert und der Name "Blitzzange" 1909 als Wort- und Bildmarke (grob gezeichnete Zange mit einem Blitzpfeil 2,5 mal darum windend) eingetragen. In 1912 und 1913 gibt es Detail-Patente von HAZET zur Verschraubung der beiden Zangenteile. Der Rahmen des HAZET-Logos seit 1933 mit seinen seitlichen, stilisierten Blitzen ist an diese Blitzzange angelehnt - vorher war es ein Parallelogramm.

Aufschriften sind auf der einen Seite "Hazet" und klein darunter "FOREIGN" für den Export (eigentlich abwertend gedacht und notwendig für Großbritannien durch den "Merchandise Marks Act" von 1887 bis 1926, aus dem dann eher das Gegenteil als fast schon Gütesiegel "Made in Germany" entstand).

Im Buch "Die HAZET-Chronik 1868-2018" finden sie sich in der Historie vor den im Netz verfügbaren Katalogen ab 1930 bis 1938. Im Katalog von 1949 nach dem Krieg findet man sie indes nicht mehr. Frühe Werkzeuge vor 1920 hatten noch nicht immer eine Marken Aufschrift. Vermutlich ist diese hier über 100 Jahre alt und hier mein ältestes HAZET Werkzeug.

Zangen sind später um 1949 in den freien Bestellnummernkreis ab 750 gewandert. Damit wurde der Bestellnummernkreis ab 100 für Werkzeugschränke, Werkzeugkästen, Werkstattwagen und Werkzeugbänke frei, die dann ab 1950 hinzukamen.

Randbemerkung: Rohrzangen in diesem einfachen Design sieht man häufiger ob von Hazet als "No. 140" aus frühen Zeiten bis 1930 wie diese, oder als "No. 155" von Meister & Schlingensiepen aus Wuppertal um 1928 mit Clyburn-Rollgabelschlüssel-Kopf Firmenlogo, oder von GEDORE (GEbrüderDOwidatREmscheid) oder dann DOWIDAT nach dem 2. Weltkrieg mit eingeprägter Zoll-Größe in Kreis und teils mit Firmenname, bis hin in die 1970er als "699" von Footprint Tools Fußabdruck als Logo (England, Sheffield, gegründet als Alfrid Ridge & Sons um 1760). Sie kamen mit der Industrialisierung und zunehmenden Installationen von Gas und Wasser in Haushalten und Betrieben auf, weniger als Werkzeuge für Automobile.

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Letzte Änderung: 18.02.2024 16:30
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