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Farben

Die zur Verfügung stehenden Farben haben sich von Modelljahr zu Modelljahr geändert. Sie finden sich in den VW Prospekten wieder. Nicht jeder Farbton war zu jedem Modelltyp (Transporter, Bus, Campingmobil) erhältlich. Bei zweifarbiger Lackierung für Busse und Campingmobile konnten nur wenige Farben kombiniert werden - die Kombinationen finden sich in den VW-Prospekten.

Wie man unschwer erkennen kann, begann man Ende der '60er noch mit gedeckten Farben und wechselte in den '70ern zu immer grelleren Farben.

Kleine Erläuterung zur Tabelle:
- die VW-Codes haben sich 1974 geändert (z.B. 4747 -> J6J6)
- Dachfarben sind am "xx" vor dem Farbcode erkennbar (z.B. xxR1)
- untere Farben sind am "xx" nach dem Farbcode erkennbar (z.B. T1xx)
- unter Modelljahren steht der verfügbar Modelltyp (T=Transporter, B=Bus, C=Campingmobil)
- Beginn Modelljahr nach Sommerpause (z.B. Modelljahr 1970 zum September 1969)
- Farbabweichungen sind durch Bildschirmtoleranzen sehr wahrscheinlich

Farbname VW-Code Lack-Code Beispiel 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79
perlweiß 1313 L87 T
samtgrün 3838 L512 T T T
neptunblau 4747
J6J6
L50K TB T TC T T T T T T T T T
lichtgrau 4141
A7A7
L345 T T T T T T T T T T T T
lotusweiß 4242 L282 B TB TBC
savannenbeige 0202 L620 B B B
tizianrot 4343 L555 B
deltagrün 2222 L610 B B
brillantblau 6767 L50H B B
montanarot 6868 L30H B BC
chiantirot 0303 L31H TBC TB
pastellweiß 0606
R1R1
L90D TBC TB TB TB TB TBC TBC TBC TBC
ulmengrün 0909 L60D TB TB
sierragelb 0404 L11H B B
niagarablau 0505 L53D B B
kansasbeige 6565 L91D B B
orientblau 0101 L53H B B B
kasanrot 0206 L30B B B B
leuchtorange 0707
E1E1
L20B TB TB TB TB TB TBC TBC
sumatragrün 1717
M4M4
L61B TB TB TB
ceylonbeige 2020 L13H B B B
marinogelb E6E6 L20A TBC TBC
marinogelb E6E6 L21H TBC TBC TBC
senegalrot G9G9 L31A B B B B
ozeanicblau J4J4 L57H B B B B
taigagrün P4P4 L63H TBC TBC TBC TBC
dakotabeige 9826 L13A C C
panamabraun E9xx L12A B B
achatbraun T1xx L86Z B B
Dachfarben
wolkenweiß xx61 L581 B B B
pastellweiß xx06
xxR1
L90D B B B B B BC BC BC BC
schwarz xx10 L041 B
dakotabeige xxD5 L13A B
mexicobeige xxD9 LE1M B
Sonderlackierungen
grundiert L007 TB
feuerwehrrot L256 TB TB TB
polizeigrün L217 TB TB TB
polizeiweiß L280 TB TB TB
postgrau
zeltgrau
L420
RAL 7010
TB TB TB TB TB TB TB TB TB TB TB TB
postgelb
honiggelb
L063
RAL 1005
TB TB TB TB
postgelb
cadmiumgelb
9135 L063
RAL 1021
TB TB TB TB TB TB TB TB
Felgenfarben
chromfarbe L091 B B B
graualuminium L97U T T T

Dies sind nur Farben aus mir vorliegenden Transporter-, Bus- und Campingmobil-Prospekten. Es fehlen hier noch einige Sonderfarben z.B. für Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, Taxis und Sondermodelle wie z.B. Silberfisch.


Die Originalfarben eines T2s finden sich zum einen verschlüsselt in der Mehrausstattungsplakette (siehe M-Codes) und auf einem silberfarbenen Aufkleber mit schwarzer Schrift z.B. hinter dem Fahrersitz - bei uns hochkant (Bild unten ist 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht) neben der Luftdüse zum hinteren Fahrgastraum (kreisrunder Schmutzrand der Abdeckung im Bild unten erkennbar).

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Tipps

Die Mischformeln und Farbtabellen sollte der bessere Lackhändler und Lackierer parat haben oder wissen wo er zu suchen hat. Online findet man diese auch bei einigen Farbenherstellern wie Glasurit, Lesonal und Standox (einfach in den Suchseiten den Lack-Code eingeben):

Ein Umstand sollte man noch bedenken: heutige Lacksysteme sind umweltschonende und weniger gesundheitsschädliche Lacke auf Wasserbasis. Diese bekommt man für gewöhnlich im Autolackhandel.

Auf Oldtimern hingegen wie dem T2 Bulli wurden seinerzeit 2-Komponenten-Acrylharz-Lacke verwendet. Für LKW und Landmaschinen sind aber auch weiterhin noch die herkömmlichen Acrylharz-Lacksysteme zulässig und so mancher Oldtimer wird daher klassisch lackiert.

Beide Systeme haben ihre vor und Nachteile - z.B. moderne Lacke sind weniger gesundheitsschädlich, dagegen herkömliche Acrylharz-Lacke lassen sich schneller und einfacher verarbeiten, was auch für das spätere Ausbessern über die Jahre interessant sein kann.

Farbwahl & H-Kennzeichen

Für das H-Kennzeichen sind nicht zwingend Originalfarben notwendig. Auch Rosa oder Metallic-Lacke sind erlaubt. Auch Zweifarblackierungen, so wie sie für den T2 angeboten wurde, für den T2a ab Dach bzw. für den T2b mit Trennung der Farbtöne in Höhe der Fensterwulst. Historische Reklamemotive und Werbung sind ebenso erlaubt. Nicht erlaubt bzw. problematisch sind Airbrush- und gemusterte Lackierungen.

In der Oldtimer-Szene sind klassische Lackierungen in Original-Farbtönen klar bevorzugt, auch wenn das H-Kennzeichen mehr Freiheiten zulässt.

Auch wir halten uns nicht streng an die T2-Farbpalette - unsere Farbwahl kommt zwar aus dem historischen VW Programm mit einem L20E signalorange und einem L80E hellelfenbeinweiß vom VW Karmann-Ghia, da die beiden Fahrzeuge künftig oft nebeneinander stehen werden.

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Das L20E kommt aber dem Marinogelb L20A recht nahe und das L80E dem Pastellweiß L90D, so dass der Unterschied zu VW T2 Prospekten kaum auffällt - höchstens im direkten Vergleich eines marinogelben T2s neben dem unseren, da das marinogelb stärker in ein leicht gedecktes gelb geht und weniger ins orange. Das Leuchtorange L20B geht dagegen bereits mehr ins rot als unser Signalorange.

Im folgenden Bild 3x orange (v.l.n.r.):
Marinogelb L20A, Karmann-Ghia Signalorange L20E, Leuchtorange L20B

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Revision: 2018/11/16 - 10:56 - © Rolf-Stephan Badura